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J'aime Paris

Paris Trip Tour Lanily Blogged with Milk Tea
Guerlain Champs Élysées / Brasserie an der Champs Élysées / Sacré-Cœur /
Blick vom Eiffelturm / auf den Treppen vor Sacré-Cœur / Macarons aus Montmartre

Anfang März hat es mich nach Paris verschlagen, gerade noch rechtzeitig um noch ein wenig vom Trouble der Pariser Fashion Week mitzubekommen. Glücklicherweise war die Stadt nicht so überlaufen wie ich dachte, dass sie wäre. Angekommen verzauberte Paris mich direkt.
Es ist dieses gewisse etwas was jede Französin an sich hat. Ihr kennt es sicher. Diese leichte und unangestrengte Eleganz, die grazilen Bewegungen bei jedem Schritt, der perfekt geschminkte Mund und die fabelhaft sitzende Frisur ganz nach dem Prinzip "I woke up like this".

Es war noch unglaublich kalt an diesem Tag, sodass ich selbst dick eingepackt unterwegs war in Wellensteyn, UGGs und Wollschal, doch ist die Kälte für die Französinnen kein Hindernis für ihr geplantes Outfit. Es begegneten mir unzählige Madames und Mademoiselles im leichten Trenchcoat und offenen Heels! Optisch sahen die Outfits erste Klasse aus, doch jedes Mal dachte ich mir "Frieren sie nicht?!". Was habe ich sie in diesem Moment bewundert für die eiserne Haut, welche nicht vor Kälte zurückweicht.
Auch war es nicht untypisch mitten auf der Champs Élysées oder in einem der Fenster im ersten Stock der Häuser dort in ein Fotoshooting hineinzulaufen. Allein innerhalb von 15 Minuten zählte ich 3 Shootings. Es ist dort also immer etwas los, doch nach meinem Empfinden auf angenehme Weise viel los und nicht stressig-hetzend.

Glück hatte ich auch bei der Schlange vor dem Eiffelturm. Im Internet warnten viele schon davor sich erst vor Ort eine Karte zu kaufen, da man sich sonst sehr lange anstellen müsste. Ich war relativ früh, so gegen 10.30 Uhr dort + unter der Woche, so dass es letztlich 30 Minuten mit Kartenkauf, Security Check und Fahrstuhlwartezeit gebraucht hat, bis ich auf der obersten Plattform angekommen bin. Der Blick von dort war atemberaubend schön! Es schien mir so unrealistisch auf einmal über der Stadt zu sein. Ich hatte das Gefühl, als könnte ich Paris umarmen.

Einen weiteren Lieblingsplatz auf der Welt habe ich auch in Paris gefunden. Es sind die Treppenstufen von Sacré-Cœur, mit dem Rücken zu Sacré-Cœur und dem Gesicht gerichtet auf Paris. Zwar ist es ein wenig anstrengend dorthin hochzulaufen, doch lohnt es sich vollkommen. Das Gefühl als könnte man die ganze Welt sehen und auch diese umarmen. Ich saß dort sicherlich über eine Stunde auf den Treppenstufen. In einer Hand einen Kaffee und in der anderen ein Crêpe, sitzend an einem der schönsten Plätze, schaute ich auf Paris, lies mich von der Straßenmusik berieseln und bemerkte im Augenwinkel einige Straßenkünstler. So stemmte sich tatsächlicher einer von ihnen an einer Straßenlaterne in die horizontale Lage und hielt mit seinen Füßen in der Luft einen Fußball hoch, wechselte dann noch die Positionen und sah dabei völlig entspannt aus. Bei jedem Positionswechsel dachte ich nur "hoffentlich fällt ihm der Ball nicht runter, das wäre ein weiter Weg diesen wieder zu beschaffen.", doch dies geschah nicht. Dieser Straßenkünstler war sehr talentiert, und von ihnen gibts nicht zu wenige in Paris.
Witzigerweise war ich zur selben Zeit am selben Ort wie der Schwarm einer Freundin von mir. Der Schwarm in diesem Fall war ein Instagram-Model. Man denke was man denken mag. Aber Zufälle gibts!

Es ist empfehlenswert Mittags nur Kleinigkeiten zu essen, da es sonst sehr überfüllt ist in den bezahlbaren Restaurants oder Brasserien. Vor allem McDonalds, wobei die Frage ist, ob man denn unbedingt dort essen mag, wenn man schon in Paris ist. Tatsächlich habe ich mir für "auf die Hand" irgendetwas geholt, in diesem Fall ein Croque. Dieses Verhalten ist jedoch absolut nicht französisch, denn die Franzosen essen nicht irgendetwas, und schon gar nicht im Stehen von "auf der Hand". Sie setzen sich fein an einen Tisch und wissen genau was, und wie viel sie wollen.

Abends habe ich mich jedoch in eine nette Brasserie in einer Seitengasse von der Champs Élysées gesetzt und dort zu Abend gegessen. Für Pariser Verhältnisse war es "günstig", ich bekam hausgemachte Süßkartoffelpommes und ein Putenstück fein auf Salat drapiert, mit einem 0,5L Mochito für 17€. Nun weiß ich nicht, ob dies die typische französische Küche war, doch habe ich mir sagen lassen, dass wenn man französisch essen möchte sich eine Lokalität aussuchen sollte, welche nur eine französische Karte anbietet. Das bedeutet, kein einziges deutsches oder englisches Wort auf der Karte zu finden ist. In dem Moment wo man mir die Karte vorlegte war ich von Herzen dankbar für den Französischunterricht in der Schule. Danke Frau W.! So endete meine erste  Essensbestellung auf Französisch nicht in einem peinlichen Desaster.

Viel zu erzählen habe ich weiterhin über diese wunderschöne Stadt, doch soll das an dieser Stelle erstmal genug sein. J'aime Paris drückt es auf jeden Fall gut aus.

Lani

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