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Das 'kleine' Problem: Dresscode für den Gast*

Kleider, Abendkleider, Cocktailkleider für eine Hochzeit by Blogged with Milk Tea
Mein Kleiderschrank ist voll, ich habe nichts zum Anziehen!

Das sagen vor allem wir Frauen oft, jedoch könnte es in diesem Fall wirklich stimmen. Es steht eine Hochzeit bevor. Ich denke mal, dass nicht alle von uns 10938457 Abendkleider, Cocktailkleider, Ballkleider bzw. Hochzeitstaugliche Kleider zur Auswahl haben. Ein schöner Grund um einkaufen zu gehen! Doch welches Kleid ist akzeptabel als Gast?

Fakt ist, es ist keine X-Beliebige Veranstaltung, kein X-Beliebiger Ball, keine X-Beliebige Party, auf der man auftreten kann wie man gerade lustig ist. - Wenn doch, dann ist es sehr mutig, gewagt oder auch unpassend, und somit unhöflich wenn nicht sogar respektlos.

Die Braut ist der Hingucker und soll auch der Hingucker bleiben. Es gibt eine ungeschriebene Regel: Niemand darf weiß tragen, außer die Braut. Darunter versteht man: 
  • Niemand = Weiblein 14 Jahre + (ausgeschlossen sind Kinder)
  • weiß = alles was weiß, cremefarben, elfenbeinfarben, beigefarben ist, was dem weiß sehr nahe kommt
  • tragen = gilt die ganze Zeit über, auch wenn die Braut sich ein buntes Kleid angezogen hat, darf Weiblein sich nicht umziehen in ein weißes Kleid

Weniger ist mehr. Natürlich darf das Kleid und der Anzug strass- und steinchenbesetzt sein, jedoch gilt auch hier "Die Braut ist der Hingucker und soll auch der Hingucker bleiben". Ich persönlich bevorzuge sanft fallende Chiffonkleider in Pastelltönen oder dunklen Farben. Derzeit liebäugle ich mit diesem Kleid von 1Dress
Zudem sollte man als Gast auch nicht endlos viel Haut zeigen. Hier ein Cut-Out, da ein Cut-Out, Schulterfrei und Minikleid - muss nicht sein. Wir sind schließlich auf einer Hochzeit.

Bodenlang oder kurz? Im Sommer gerne kurz, im Winter gerne lang. Oder umgekehrt, wie man gerne möchte. Was überhaupt nicht in Ordnung ist, ist eine ellenlange Schleppe. Am besten eine die noch länger ist, als die der Braut. "Hallo Aufmerksamkeit!". Ich empfehle daher lieber ein Kleid mit einem  etwas weiteren Saum, der ist auch beim Tanzen viel angenehmer.

Farbe. Es ist von Vorteil zu wissen ob die Hochzeit eine Themenhochzeit ist und ein bestimmtes Motto verfolgt, danach könnte man sich bei der Farbwahl richten. Ist die Hochzeit eine Garten Party, dann sind bunte etwas farbkräftigere Kleider durchaus erwünscht. Ist es eine Black and White Party, so ist ein rotes Kleid komplett daneben gegriffen. 
Interessant ist jedoch die Bedeutung der Farben. Es ist von Kultur zu Kultur anders. So soll und darf man in konservativen Kreisen in Vietnam kein Lila zur Hochzeit tragen. Lila ist dort die Farbe des Todes, also eine Farbe welche man auf eine Beerdigung neben Schwarz und Weiß trägt. In Deutschland ist es in vereinzelten Regionen verpönt als Frau in schwarz gekleidet auf eine Hochzeit zu gehen. Wie steht ihr dazu?

Nach all diesen Dingen, scheinen es die Männer doch leichter zu haben, als wir Frauen.
Ein Anzug kann sich natürlich sehr von anderen Anzügen unterscheiden, sei es vom Schnitt, von der Farbe oder vom Stil her. Erfahrungsgemäß greifen die meisten Männer jedoch zu dunkleren Farben bei Anzügen, vor allem gerne schwarz oder anthrazit. Eine vernünftige Krawatte oder eine Fliege darf natürlich auch nicht fehlen. Was für mich persönlich jedoch einen Griff daneben darstellt sind Nadelstreifenanzüge auf einer Hochzeit. Wir sind hier doch nicht in einer Bank oder bei einer Audienz beim Big Boss. Sicherlich könnte ich mich auch irren, wenn der Bräutigam im Geheimen vielleicht doch der Big Boss ist und seine Handlanger einlädt…



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Blogreihe: Wedding Planner
19. März 2015 8 Comments

Blogreihe: Wedding Planner by Blogged with Milk Tea
Ja, ich will…

… den ganzen Stress der Hochzeitsvorbereitungen auf mich nehmen. Von Catering bis zum Blumenhändler über den Festsaal zu laufen, und dabei Stapeln von Papieren und Einladungskarten verlieren, weil diese mir beim Rennen vom Arm fallen, ohne dass ich es merke. Ja, ich will durch alle in Frage kommenden Brautateliers laufen um nach Brautjungfern-, Blumenmädchenkleidern, ja sogar nach schmerzfreien Absatzschuhen stundenlang zu suchen, um letztlich nichts zu finden. Ja, ich will auch nach Angeboten und Möglichkeiten suchen, um eine Traumhochzeit auf die Beine zu stellen, ohne lebenslang bei der Bank verschuldet zu sein. Ja, ich will den ganzen Stress auf mich nehmen.

Es geht auch anders. Spätestens seit dem Film "The Wedding Planner" wissen wir, dass die Lösung des "Hochzeitsstressvorbereitungs-Problems" die ordentliche Planung ist. Planung ist das A und O, es muss alles kalkuliert und beachtet werden, damit kein Rahmen gesprengt und kein Nerv überstrapaziert wird. Natürlich gehört ein wenig bis mäßiger Stress zu den Vorbereitungen, natürlich erfordert eine Hochzeitsplanung starke Nerven, und teilweise ein gutes Polster (wenn man denn will). Doch es gibt auch Möglichkeiten den Stress zu minimieren. Meist ist es auch jener, den man selbst produziert, und in welchen man sich letztlich hineinsteigert.

Ich weiß wovon ich rede. Derzeit bekomme ich es hautnah mit, auch wenn ich nicht selbst vor den Altar in absehbarer Zeit gehen werde. Daher möchte ich euch in dieser Blogreihe einige vielleicht ganz nützliche Tipps und Tricks mitgeben, für die, die gerade inmitten der Vorbereitungen stecken und für jene, die sich für dieses Thema im Allgemeinen interessieren.

Planung ist das A und O, wie bereits gesagt. 

Aufzeichnungen. Am besten ihr besorgt euch von vornherein ein Buch, einen Ordner oder nehmt einen Kalender mit einem großen Tagesbereich zum notieren. Keinen Collegeblock! Ein Collegeblock als Alternative für einen ordentlichen Ordner ist die Lösung der chaotischen Schüler und Studenten (hust, ich, hust). Auch wenn ihr euch versprecht, die Aufzeichnungen später sofort abzuheften. Ihr seht das Wort später und sofort harmonieren nicht in einem Atemzug. Nein, kein Collegeblock. Ich verwende derzeit einen Moleskine Kalender mit einem Blatt pro Tag (DinA5).



Wichtigste Informationen. Diese tragt ihr auf die erste Seite eures Notizbuches ein. Dazu gehören vollständiger Name des Brautpaares in richtiger Reihenfolge. 
Bsp.: Hans heiratet Frida. Hans heißt mit vollständigem Namen Hans Peter Jens Sven Günther der Dritte von Kuchenhausen, und Frida mit vollständigem Namen Frida Blume. Es wird dann aufgeschrieben:
Bräutigam: Hans Peter Jens Sven Günther der Dritte von Kuchenhausen
Braut: Frida Blume
Nachfolgend kommen Geburtsdaten und Adressen des baldigen Ehepaars hinzu. Sollte das baldige Ehepaar schon gemeinsame Kinder oder eigene Kinder haben, dann werden die ebenfalls mit aufgenommen. Ebenso soll anschließend das Datum der Trauung vermerkt werden (standesamtlich, kirchlich…). Trauzeugen sollten auch unbedingt gesetzt werden, ohne geht es nicht.

Budget. An dieser Stelle scheitern oft viele Traumhochzeiten. Meist ist der Grund die Sprengung des Rahmens. Setzt mit dem Brautpaar oder euch selbst ein Limit. Orientiert euch dabei an die Ampelphasen. Im idealsten Fall plant ihr die Feierlichkeit unter dem Limit "Grün". "Gelb" ist auch noch in Ordnung, aber "Rot" darf auf keinen Fall überschritten werden. Macht euch auch im Vorhinein Gedanken über die Finanzierung, woher soll das Geld kommen? Wenn ihr bereits ein ordentliches Polster habt, welches ihr rein für die Hochzeit investieren möchtet, dann ist ein Teil bereits abgedeckt, jedoch ist es hier besonders wichtig sich an die gesetzten Limits zu halten. Es besteht die Gefahr, dass ihr euch denkt "Ach, wir haben doch das Polster, die Paar Euro mehr schaden nicht." und letztlich addieren sich die Paar Euros. Wer schon einmal bei Ikea war, kann das gut nachvollziehen. Ich denke, dass sich niemand aufgrund einer Hochzeit in den wirtschaftlichen Ruin treiben will, von daher rate ich dringend von einem Kredit bei der Bank ab. Egal wie gut die Zinsen sind. Allein der Gedanke "Wir haben schön gefeiert, alles ist unvergesslich. Vor allem die Schulden, die wir deswegen haben." bereitet mir ein eisiges Schaudern. Ich weiß nicht, wie es euch damit ergeht.

Erste Ideen. Die erste Seite dürfte nun überwiegend beschrieben sein, so dass auf einer neuen Seite die Wünsche und erste Ideen des Brautpaares aufgenommen werden kann. Diese werden in einer Liste niedergeschrieben in realistisch und problematisch. Damit werden von vornherein die nicht unbedingt realisierbaren Wünsche zurückgestellt, so dass sie erstmal kein Problem darstellen.

Hilfe. Holt euch wenn möglich Hilfe von euren Mitmenschen hinzu. Familie, Freunde, alle die Lust und Laune haben, euch zu helfen. Positive Nebeneffekte sind unter anderem das Zusammenschweißen der Familienbande bzw. der Beziehungen aufgrund der Zusammenarbeit. Zudem werdet ihr entlastet. Achtet aber bei der Wahl eurer Helfer auf einen ungefähren gleichen Geschmack und auf die Effizienz. Es nützt nichts wenn ihr eine Labertasche fragt, welche mehr redet als tut und schafft. Am Ende sind beide Seiten unglücklich und ihr genervt.

Meiner Meinung nach sind diese die wichtigsten Punkte an die man am Anfang bereits vor dem Start der Vorbereitungen Andenken muss. Habt ihr sonst noch Tipps?
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Immer diese Reisfresser und ihre Schlitzaugen!
13. März 2015 / / 5 Comments

…die nerven so richtig! Immer wenn die 'ne Touristenattraktion sehen, stellen die sich davor und strecken zwei Finger in die Luft. Die Augen sieht man so oder so nie. Noch schlimmer ist es bei Essen. Bevor gegessen wird, muss ein Foto aufgenommen werden. 
Sind die dumm?!

Sei schlau, stell dich dumm. Nein! Das macht die Katzenberger. Wir Reisfresser stellen uns nicht dumm, noch sind wir es. Wir erfreuen uns daran anderen Menschen Gesprächsstoff zu liefern. Es freut uns zu sehen, wie man darüber redet, wie wir lachen, wie wir glücklich zusammen Fotos schießen und wunderbare Momente festhalten (Essen ist dabei immer sehr wunderbar!). Wir brauchen für die Fotos mit unseren Schlitzaugen noch nicht einmal mehr eine Touristenattraktion, eine Toilettentür reicht auch schon aus. Es freut uns einfach andere zu belustigen. Wir sind glücklich und lachen, während andere sich über uns abfällig unterhalten und nichts zu lachen hätten, wären wir nicht da.

Peace. Cheeseeee. Wir stehen wie die Miss bei einer Wahl um die Krone für den Weltfrieden ein. Das ist doch eine schöne Sache!

Reisfresser. Reis schmeckt gut. Es ist für uns existenziell (ich esse seit 20 Jahren gefühlt jeden Tag Reis, auch wenn es mir manchmal aus dem Hals hinaushängt). Wisst ihr wieso? Ohne Fleiß kein Reis! Lernen wie zu arbeiten, um zu arbeiten, um zu Essen. Ist doch recht verständlich oder nicht? Fressen? Tiere fressen, Menschen essen. Menschen sind hochentwickelte Säugetiere, demnach auch Tiere. Ist also nichts falsch dran. Essen hört sich nur feiner an.

Schlitzaugen. Besser als gar keine. Ich kann mit meinem Augen sehen (auch wenn für's Zocken ab und zu die Brille benötigt wird), das reicht mir. Wozu große Augen? Um sie besser schminken zu können? Kann ich auch mit kleinen. Im Notfall gibt es ja immer noch den Schönheitschirurg (man schaue nach Süd-Korea, oder bei Youtube unter Eingabe von K-Pop etc.). Im Ernst, ohne uns hässlichen Reisfresser mit den Schlitzaugen, wären die Schönheitschirurgen doch Arbeitslos. Weder für sie, noch für uns oder für die Leute die sich die Mäuler über uns zerreissen (diese müssten dann noch einen größeren Teil von uns Hässlichen ertragen) gut. Daher: Win-Win. Was will man mehr?

Also bevor die Besagten uns Reisfresser mit Schlitzaugen noch einmal versuchen zu beschimpfen, denkt doch einmal darüber nach, ob die vermeintliche Beleidigung denn überhaupt einen Sinn ergibt. Und ob diese Worte denn überhaupt Wert sind um im Mund aufgenommen zu werden.

Zum Schluss noch eine persönliche Nachricht von mir an die 2 Meter große Brünette, mit Modelmaß und perfekt gestyltem Haar, die mir bei Starbucks begegnet ist und mir genau die Worte "hässliche Reisfresser mit Schlitzaugen" an den Kopf schmiss, als ich meinen Caramel Frappuchino fotografierte, sitzend an einem Tisch wo ich niemandem im Wege stand:
Solltest du zufälligerweise genau diesen Beitrag gelesen haben, herzlichen Glückwunsch. Du kannst lesen. Jetzt wäre es auch toll, wenn du deine übervorteilhaften Vorzüge, und zudem auch dein Gehirn benutzen könntest um durch Nachdenken zu dem Schluss zu kommen, dass rassistische Worte aus deinem Mund, weder dir noch mir was bringen. Denke die Worte ruhig, aber sprich sie nicht aus. Worte können verletzender sein als man denkt. Vor allem unbedachte.

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